UNESCO-Club Kulmbach e.V.

 


Der seit 1995 bestehende UNESCO-Club Kulmbach-Plassenberg zählt gegenwärtig 80 Mitglieder. Seine Gründung geht auf ein UNESCO-Projekt zweier beruflicher Schulen in Kulmbach und Bursa zurück. Um ehemalige Teilnehmer der jährlichen Praktikanten-Austauschprogramme auch nach Verlassen der Schulen in die UNESCO-Arbeit einzubinden, gründeten ehemalige Lehrer in jeder Stadt einen UNESCO-Club.

Diese Clubs unterstützen die Austauschprojekte der Schulen, führen Begegnungen ehemaliger Praktikanten durch und betreiben ein ländliches Entwicklungsprojekt vor den Toren der Millionenstadt Bursa. Dort entsteht mit Unterstützung der Lions-Clubs beider Städte ein Jugendbegegnungszentrum, in dem jungen Menschen Zukunftsperspektiven aufgezeigt werden sollen, die ein Verbleiben in ihrer Heimat als lohnenswert erscheinen lassen. Ein weiterer Schwerpunkt des Clubs sind jährliche Mitgliederexkursionen zu UNESCO-Welterbestätten. Das jüngste Tätigkeitsfeld ist die Unterstützung einer Initiative Nepal-Hilfe in Kulmbach.


Informationen dazu:

Hartmut Schuberth
Georg-Hagen-Str. 35, 95326 Kulmbach
Telefon: 09221-693-0 (geschäftlich)
oder: 09221-7 67 60 (privat)
Fax: 09221-69 31 40
Email: schuberth.ku@t-online.de

Website www.unesco-clubkulmbach.de


 

UNESCO-Clubs sind als Basisorganisationen gegründet worden. Ihr Ziel ist es, die Ideale der UNESCO in der Bevölkerung zu verbreiten und so die Arbeit der UNESCO und ihrer Nationalkommissionen zu unterstützen. Sie engagieren sich für internationale Verständigung und den Dialog zwischen den Kulturen. Mit Spendenaktionen tragen die Clubs zum internationalen Co-action-Programm der UNESCO bei und helfen beim Aufbau von Entwicklungsprojekten in Partnerländern der "Dritten Welt".

 

Geschichte, Rechtsform und Organisation

Die ersten UNESCO-Clubs wurden 1947 in Japan gegründet. Heute gibt es weltweit etwa 5.000 UNESCO-Clubs, -Vereinigungen und -Zentren in 120 Ländern. Sie sind im Weltverband der UNESCO-Clubs (World Federation of UNESCO-Clubs and -Associations: WFUCA) zusammengeschlossen. In Deutschland wurden die ersten UNESCO-Clubs Anfang der Achtzigerjahre gegründet. Derzeit bestehen vereinsrechtlich organisierte Clubs in Aachen, Berlin, Bonn, Düsseldorf, Essen-Kettwig, Frankenthal, Hannover, Joachimsthal, Kulmbach, München und Wuppertal.

Die Deutsche UNESCO-Kommission (DUK) erteilt auf Antrag solchen Vereinigungen das Recht zur Führung des Namens und des Signets der UNESCO, die nach ihrer Satzung und im vereinsrechtlichen Rahmen ausschließlich gemeinnützige Zwecke im Sinn der UNESCO-Verfassung verfolgen. Hierzu hat die DUK "Richtlinien für die Bildung von Freundeskreisen" verabschiedet. Die UNESCO-Clubs bestehen ausschließlich aus ehrenamtlichen Mitgliedern. Sie finanzieren sich aus Mitgliedsbeiträgen, Verkaufsaktionen und Spenden.

Die deutschen Clubs haben sich in dem "Forum der deutschen UNESCO-Clubs" zusammengeschlossen. Sie treffen sich in halbjährlichem Abstand, um gemeinsame Vorhaben zu koordinieren und aktuelle Themen der UNESCO zu diskutieren. Sie sind gemeinschaftlich Mitglied des Weltverbandes WFUCA und beteiligen sich an internationalen Seminaren und Konferenzen, die in Zusammenarbeit mit dem Weltverband stattfinden. Seit 1996 ist das Forum der deutschen UNESCO-Clubs gewähltes Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission. Es wird durch die Koordinatorin Rosemarie Landgrebe vertreten.

 

Ziele und Tätigkeiten

Während die UNESCO-Kommissionen als konstitutionelle Partner das jeweils nationale Organ der UNESCO in einem Mitgliedstaat darstellen, ergänzen die UNESCO-Clubs als institutionelle Kooperationspartner die Arbeit der UNESCO an der Basis. Um der Bevölkerung die Ziele der UNESCO näher zu bringen, verbreiten die Clubs Publikationen der UNESCO und treten mit Veranstaltungen und Ausstellungen an die Öffentlichkeit. Auf ihrem Programm stehen Themen wie das UNESCO-Welterbe, um die Bedeutung außereuropäischen Kulturguts zu vermitteln, oder Studienreisen, die das interkulturelle Verständnis fördern sollen. Bei Auslandsreisen legen die Clubs Wert auf Kontakte mit Gleichgesinnten und auf den Austausch mit UNESCO-Clubs in anderen Ländern. Persönliche Kontakte vertiefen die Kenntnis fremder Sprachen und Kulturen und helfen Brücken zu bauen.

Ein wichtiges Arbeitsfeld der UNESCO-Clubs ist die Spendenwerbung für so genannte Co-action-Projekte mit Partnern vor allem in den ärmsten Ländern Afrikas, Asiens und Lateinamerikas. Bei den Co-action-Projekten geht es um den Aufbau von Schulen, Kindergärten, Bibliotheken oder Lehrwerkstätten, aber auch um den Bau von Bewässerungsanlagen oder die Anschaffung landwirtschaftlicher Gerätschaften. Die Projekte bieten Hilfe zur Selbsthilfe. Sie haben Modellcharakter und berücksichtigen auch kulturelle Traditionen und wirtschaftliche Gegebenheiten der jeweiligen Region. Deutsche UNESCO-Clubs haben viele solcher Co-action-Projekte unterstützt, unter anderem ein Behindertenprojekt in Sri Lanka, ein Ausbildungszentrum für Mädchen in Burkina Faso, Schulprojekte in Ghana und Tansania, ein Zentrum für Straßenkinder in Indien oder eine Dorfbibliothek in Douka, Senegal. Über ihre Projekte informieren die UNESCO-Clubs auf ihrer Website.

 


 

zurück